Unfortunately this page does not exist in the desired language.

Klimastrategie STRzero

für einen netto-treibhausgasneutralen Flughafenbetrieb bis 2040
Ein Flugzeug fliegt über eine Solaranlage auf einem begrünten Hügel bei strahlend blauem Himmel.

Emissionen bis 2040 senken

Mit der Klimastrategie STRzero verfolgt die Flughafen Stuttgart GmbH ein klares Ziel: Bis 2040 soll der eigene Betrieb netto-treibhausgasneutral sein. Das bedeutet, die Flughafengesellschaft sowie ihre Energietochter FSEG und die Tochter für die Flugzeugabfertigung SAG reduzieren ihre direkten Emissionen in Scope 1 und 2 nach Greenhouse Gas Protocol soweit wie möglich bis 2040 mit Maßnahmen am eigenen Standort. Zu diesem Zeitpunkt noch verbliebene Emissionen müssen danach neutralisiert - das heißt, der Atmosphäre entzogen - werden.

Den genauen Weg bis 2040 gibt der Masterplan Energie und Klima vor. Er definiert die notwendigen Schritte, damit dieses Ziel erreicht werden kann.

Geplanter Abbaupfad der Treibhausgasemissionen (Scope 1 + 2) des Flughafen Stuttgart

Grafik zeigt CO₂-Reduktion von 1990 bis 2040 mit Ziel: „STRzero“ (klimaneutral), rund 85 Prozent weniger Emissionen bis 2030.

2025, CO2eq = CO2-Äquivalente
Basisjahr 1990: 15.927 CO2eq; 2010: 35.484 CO2eq

Das Ziel im Detail

Der Flughafen Stuttgart wird die von ihm direkt verursachten Treibhausgasemissionen bis 2040 auf Netto-Null reduzieren. Damit beteiligt sich der Flughafen an der Net-Zero-Initiative des europäischen Flughafenverbandes ACI Europe. Auf dem Weg dorthin werden die Emissionen in den Scopes 1 und 2 gemäß Greenhouse Gas Protocol bis 2030 um 85 Prozent gegenüber 1990 reduziert - ausgehend von 15.927 CO2eq im Jahr 1990 (Basisjahr Klimaschutzgesetz Baden‑Württemberg) und 35.484 CO2eq im Jahr 2010 (Basisjahr Airport Carbon Accreditation). 

Darüber hinaus arbeitet der Flughafen Stuttgart daran, alle Ground-Handling-Tätigkeiten am Flugzeug – von der Landung bis zum erneuten Start – bis 2030 so ausführen zu können, dass vor Ort keine CO2eq-Emissionen und Abgase mehr entstehen. Das Ziel umfasst die Arbeiten der Flughafen Stuttgart GmbH und ihrer Tochter Stuttgart Airport Ground Handling GmbH (SAG). Dafür müssen alle dort regulär für die Abfertigung eingesetzten Fahrzeuge und Geräte elektrisch werden.

In die extern geprüfte Klimabilanz des Flughafens fließen in Scope 1 und Scope 2 die Treibhausgasemissionen der Flughafengesellschaft FSG sowie ihrer Energietochter FSEG und der Tochter für die Flugzeugabfertigung SAG ein. Sie betreiben ein Umweltmanagement nach EMAS.

Neben den direkt vom Flughafen Stuttgart verursachten Emissionen werden auch die Klimabilanzen Dritter in der CO2eq-Bilanz erfasst (Scope 3) und in der Strategie berücksichtigt – dazu zählen zum Beispiel die Emissionen der Airlines am Flughafen und der Fluggäste. Der Flughafen unterstützt den Luftverkehr bei der Transformation des Fliegens, zum Beispiel durch die Förderung der Entwicklung von Brennstoffzellenantrieben. Auch der Ausbau weiterer Verkehrsträger wie des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs auf der Schiene und der Straße wird aktiv gefördert.

In der Klimastrategie STRzero gilt der Grundsatz, Emissionen mithilfe technischer Lösungen zu vermeiden. Wo das nicht möglich ist, werden Treibhausgasemissionen auf ein Minimum reduziert. Erst im letzten Schritt werden verbleibende Emissionen neutralisiert.

Der Absenkungspfad wird kontinuierlich überprüft und die Maßnahmen werden entsprechend angepasst. Im jährlichen integrierten Bericht wird transparent dargestellt, wie weit der Flughafen Stuttgart auf dem Weg zur Netto-Treibhausgasneutralität ist. Die Klimabilanz wird nach international anerkannten Standards erstellt und extern im EMAS-Audit sowie in der Airport Carbon Accreditation geprüft.

Größter Einfluss bei Scope 1 und 2

Der internationale Standard des Greenhouse Gas Protocol unterscheidet drei Geltungsbereiche (Scopes): Scope 1 und 2 beziehen sich auf selbst erzeugte beziehungsweise durch Energiezukauf entstandene Emissionen, Scope 3 beinhaltet Emissionen durch Dritte.

Da die Flughafengesellschaft und ihre Abfertigungstochter SAG ihren Strom- und Wärmebedarf über die eigene Energietochter FSEG decken, wird der CO2eq-Fußabdruck der drei Unternehmen konsolidiert in Scope 1 und 2 erfasst. Das Klimaziel des Flughafens bezieht sich auf Scope 1 und 2.

Was genau ist Scope 1, 2 und 3 bei einem Flughafen?

Das und viele weitere Begriffe erklären wir in unserem Glossar.

Beispiele für konkrete Maßnahmen der Klimastrategie STRzero:

 Mitarbeiter installieren Solarmodule am Flughafen Stuttgart, im Hintergrund fliegt ein Flugzeug über die Anlage.

Solarstrom vom Flughafen

Lokale Energieproduktion und -speicherung

Mit der steigenden Zahl E-Fahrzeuge am Flughafen, nimmt auch der Bedarf an Strom zu. Um diesen decken zu können, baut der Flughafen seine Solaranlagen aus.

Aktuell produzieren wir an sieben Orten auf dem Campus Solarstrom: Auf den Dächern des Boschparkhauses, des Stuttgart Airport Busterminals, des Parkhauses P11, des SkyPort-Gebäudes, des Kombispeichers und einer Vorfeldpforte. Unsere erste Freiflächen-Photovoltaikanlage befindet sich im Westen innerhalb des Flughafenzauns.

Der Ausbau der Photovoltaikanlagen am STR ist ein Investitionsfokus des Masterplans Energie und Klima

Elektrobusse der eCOBUS-Flotte stehen vor dem Terminalgebäude des Flughafens Stuttgart in einer Reihe.

Elektromobilität

Abfertigung, aber ohne Abgase

Auf dem Vorfeld setzen wir vermehrt auf Elektromobilität. Was 2013 mit dem ersten E-Passagierbus begann, führte zu einer komplett batteriebetriebenen Vorfeldbus-Flotte. Das gleiche gilt für die Gepäckschlepper am STR – auch diese fahren allesamt abgasfrei. Alle elektrischen Fahrzeuge und Geräte zusammen sparen heute jährlich bereits rund 1 Million Liter Diesel ein. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Reduktion von Kohlenstoffdioxid in der Flugzeugabfertigung.

Durch E-Mobilität wirkt sich auch auf die Arbeitsumgebung der Vorfeldmitarbeitenden aus: Die Luftqualität verbessert sich und der Betrieb wird leiser.

Mit der Umsetzung des Masterplans Energie und Klima sind weitere Investitionen in E-Fahrzeuge vorgesehen. 

Weitere interessante Themen

Luftaufnahme des Flughafen Stuttgart mit Terminalgebäuden, Rollfeldern und umliegender Region

Drehkreuz Baden-Württembergs – der Flughafen Stuttgart im Porträt

Seit mehr als 100 Jahren ist der Flughafen Stuttgart ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt – mit Verbindungen für Menschen, Regionen und Märkte.
Flughafenmitarbeiter mit Funkgerät vor einem Flugzeugtriebwerk.

Schallschutz und zuverlässige Fluglärmdaten

Wie Anwohnende am Flughafen Stuttgart vor Lärm geschützt werden und wie Daten für Transparenz sorgen

Verantwortung

Der Flughafen Stuttgart gestaltet Mobilität – er trägt dabei Verantwortung für Menschen, Umwelt und die Region.